3.Spieltag: Finkenwerder - Dassendorf 0:2

„Im Vorfeld dachten alle, wir kriegen sechs bis acht Dinger eingeschenkt. Nun sind es nur zwei geworden“, zeigte sich Finkenwerder-Coach Heinz Schmiedecke  nach der 0:2-Pleite gegen Aufstiegsfavorit TuS Dassendorf ein wenig erleichtert. „Wir hatten sogar die große Chance, in Führung zu gehen. Letztlich muss man aber festhalten, dass Dassendorf klar überlegen war. Sie sind eine andere Truppe auf einem anderen Niveau. Sie waren technisch besser und haben verdient gewonnen.“

Nach zwei wunderbaren Pässen in die Tiefe von Peter Iwosa sowie Dennis Tornieporth zeigten sich Damian Voigt (25.) und Luc Ndjock (54.) für die Treffer der TuS verantwortlich. Beide Male ließen sie Christian Meyer in einer Eins-gegen-Eins-Situation keine Abwehrchance. Die Partie hätte aber schon deutlich früher entschieden sein können. Doch der schwache Schiedsrichter Hauke Lammers entschied nach einer offensichtlichen Notbremse von Meyer, zur Überraschung der gut 100 Zuschauer und aller Beteiligten auf dem Platz, auf Freistoß für Finkenwerder (20.). „Ich bin ein bisschen stolz auf mich, dass ich da ruhig geblieben bin“, erklärte Dassendorf-Trainer Jan Schönteich hinterher.

„Im Stile einer Spitzen-Mannschaft“ habe seine Elf das Spiel siegreich gestalten können. „Es war unglaublich heiß und durch die Cyclassics war es nicht gerade glücklich, an diesem Wochenende in Finkenwerder spielen zu müssen. Aber wir waren sehr rechtzeitig da und haben den Jungs immer wieder gesagt, dass sie viel trinken sollen. Letztlich war das 2:0 noch schmeichelhaft. Wir hätten deutlich höher gewinnen können. Es war ein Arbeits- und Pflichtsieg für uns, aber keine Glanzleistung. Wir haben uns nicht ausgepowert, was mich freut. So konnten wir für die anstehenden Aufgaben ein paar Kräfte sparen.“

Bei gefühlten 40 Grad spielte das Wetter eine entscheidende Rolle. „Es war wirklich mörderisch. Hochachtung vor der Leistung meiner Mannschaft. Wir haben gut dagegen gehalten, viel Engagement gezeigt und aus den Niederlagen der vergangenen Wochen gelernt“, lobte Schmiedecke. Für die Blau-Weißen heißt es nun, Mund abputzen und weitermachen: „Wir sind zufrieden, dürfen uns aber nicht lange freuen. Das Spiel ist bereits abgehakt. Jetzt warten nämlich die nächsten schweren Aufgaben“, sagte Schönteich abschließend. 

 

Quelle: Sport Hamburg