4.Spieltag: SC Schwarzenbek - Finkenwerder 3:1

„Ich hatte im Vorfeld schon ein bisschen Angst, dass das HSV-Spiel bereits in den Köpfen der Spieler steckt“, sagte Schwarzenbeks Übungsleiter Kim Koitka (Foto) im Anschluss an die Partie seiner Jungs gegen TuS Finkenwerder. Und seine Befürchtungen schienen sich in Minute 28 zu bewahrheiten. Einen Einwurf von Kai Vollpott verlängerte die SCS-Defensive unglücklich, Claas Rehder stand parat und nickte zum 0:1 ein. „Wir haben 30 Minuten sehr gut mitgehalten und waren mindestens gleichwertig“, befand TuS-Coach Heinz Schmiedecke. Doch dann ging's für sein Team dahin! Schwarzenbek drehte auf und konnte aller Befürchtungen zum Trotz, die Begegnung drehen und für sich entscheiden!

Nur 180 Sekunden nach der Führung für Finkenwerder gelang zunächst der Ausgleichstreffer. Osman Sagir sprang die Kugel im Sechzehner an die Hand. Schiedsrichter Paul Dühring blieb nichts anderes übrig, als auf den Punkt zu zeigen. Mikel Ehmke nahm sich der Sache an und verwandelte sicher! „Das nimmt einem dann so ein wenig die Luft weg“, ärgerte sich Schmiedecke. Noch vor dem Seitenwechsel brachte Christoph Bolz die Koitka-Mannen nach Zuspiel von Mike Ehlers in Front. Das Duo zeigte sich dann auch für den Endstand verantwortlich. Wieder Ehlers, wieder Bolz, erneut drin. 3:1 (55.)! „Wir hatten einen eigenen Freistoß und waren mit sechs oder sieben Leuten im gegnerischen Strafraum. Wie es dann so kommt, fängt der Torwart den Ball ab und leitet den schnellen Konter ein. Dann war es passiert", so Schmiedecke. Am Sieg für die Grün-Schwarzen konnte auch die Rote Karte für Christoph Hammel wegen unsportlichen Verhaltens nichts mehr ändern.

„Ich habe den Jungs vor der Partie in die Augen geguckt und ihnen gesagt, dass uns am Dienstag etwas Großes bevorsteht. Aber zunächst wartet harte Arbeit auf uns. Die Begegnung gegen den HSV ist dann der Nachtisch und die Belohnung für das Spiel. Deshalb bin ich doppelt stolz, dass die Truppe das so hinbekommen hat. Es war nicht einfach", erklärte Koitka und ergänzte: „Wir waren deutlich überlegen. Ich bin sehr zufrieden mit dem Start. Es ist wichtig für uns, nicht gleich dem Feld hinterher zu laufen." Nun dürfen sich die Spieler auf das wohl größte Highlight der Vereinsgeschichte freuen. Am Dienstag wartet auf dem Sportplatz an der Schützenallee die Bundesliga-Truppe des Hamburger SV. Das Spiel ist im Übrigen bereits restlos ausverkauft! Es können keine Karten mehr erworben werden, wie Manager Frank Flatau mitteilte.

Finkenwerder konnte sich dagegen noch nicht an die neue Spielklasse gewöhnen und bleibt bei einem Punkt stehen. Vielleicht ging der Durchmarsch von Kreis- bis in die Landesliga ein bisschen zu schnell für das Schmiedecke-Team. „Wir machen zu viele Fehler in der Vorwärtsbewegung, spielen dort zu hektisch und waren heute in der Defensive zu offen. Wenn wir unter Druck geraten, müssen wir ruhiger und vor allem ballsicherer werden. In der Offensive fehlt der letzte Pass. Uns fehlt noch die Cleverness. Daraus müssen wir lernen. Aber wir dürfen nicht den Kopf in den Sand stecken." 

 

 

Quelle: Sport Hamburg