6.Spieltag: Finkenwerder - Lohbrügge 1:1

Ganz unterschiedlich können Spielbewertungen ausfallen. Nach dem 1:1 zwischen Finkenwerder und Lohbrügge tobte Gäste Manager Robert Mimarbachi („Wir waren zu doof, unsere Torchancen zu machen!“), während TuS-Co-Trainer Deniz Zepcan mit der Darbietung seiner Mannschaft leben konnte. „Das ist unterm Strich schon in Ordnung. In der ersten Halbzeit haben wir vielleicht zu wenig aus unseren Standardsituationen gemacht, aber man muss schon sagen, dass wir dann doch ein bisschen glücklich in Führung gegangen sind.“

Dass dies so kam, lag insbesondere an Keeper Nennhaus, der einen als Flanke gedachten Freistoß von Rüter (Foto) nicht festhalten konnte, ehe der Ball in die Maschen trudelte (62.). „Da sieht er natürlich aus wie ein Vollamateur“, war Mimarbachi hin und her gerissen zwischen Mitleid und Erbostheit.

Rasch war der Fauxpas des Torstehers – Finkenwerder hätte durch Vollpott sogar nachlegen können – indes schon wieder ausgebügelt. Nachdem Maric die Kugel in den Strafraum gebrachte hatte, entstand ein großes Gewühl. Finkenwerder schaffte es nicht, den Ball aus der Gefahrenzone zu bringen, und bei Lohbrügge fand keiner die nötige Präzision und Ruhe. Erst der zuvor eingewechselte Kilic behielt schließlich den Überblick und schon zum Ausgleich ein (75.). Der VfL drückte in der Folge auf die Tube, konnte am Ende aber nicht mehr als ein Remis mit nach Hause nehmen.

„Wir brauchen derzeit 30 Torchancen, um mal ein Ding zu machen. Woost, Nüchterlein, Höricke, Kilic – ich bekommen die Szenen gar nicht mehr alle zusammen. So funktioniert das natürlich nicht“, sagte Mimarbachi abschließend. 

 

Quelle: Fußball Hamburg